Tag. 4
Heute morgen wurden wir von indischen Gebeten, den maschinellen Webstühlen und dem Huhn welches uns schon gestern besuchte geweckt. Nach dem leckeren Frühstück fuhren wir zu dem Projekt "SEWS", welches acht Kilometer von unserem Dorf entfernt war. Der Projektleiter von "SEWS" lud uns zu einer Tasse Cay ein und zeigte uns ein Dorf, wo gerade eine Bewässerungsanlage gebaut wird. Zuvor wurden wir Mädels mit einer Rose beschenkt, die wir uns ins Haar steckten. Thomas bekam einen roten Punkt zwischen den Augebrauen. Anschließend sind wir zu den Feldern mit einem Traktor gefahren, was uns allen grßen Spaß gemacht hat. Auf dem Feld war es sehr heiß, was uns alle sehr durstig gemacht hat. Am Bus angekommen brauchten wir alle erstmal unser Wasser.
Anschließend fuhren wir wieder zu dem Projekt und bekamen ein sehr scharfes Mittagessen. Nach dem leckerne indischen Mal machten wir uns auf den Weg zu einem indischen Krankenhaus, als Sam einfiel noch einen Besuch in einem sehr kleinen Armendorf abzuhalten. Wir stiegen aus dem Bus aus, waren alle sehr betroffen und schockiert, solch eine Armut. Wir gingen ein paar Schritte durch das Dorf und stiegen nach ein paar Minuten wieder in den Bus ein.
Am Krankenhaus begrüßt uns eine Schwester und zeigte uns das Krankenhaus. Wir durften auch ein Krankenzimmer betreten. Dort lag eine Mutter, die ihr Kind stillte. Es war für mich ein sehr emotionialer Moment. Die Schwester, die uns durch das Krankenhaus führte, erzählte uns, daß sie sich für Geburtshilfe spezialisiert haben. sie zeigte uns auch, wo sie wohnen und lud uns zu einem Cay und Snacks ein. Sie erzählte uns, daß in dem Convent fünfzehn Schwestern leben und sie im Krankenhaus, in der Apotheke und in der anliegenden Schule arbeiten.
In der Schule werden ca. sechshundert Schüler und Schülerinnen unterrichtet.
Nach dieser interessanten Gesprächsrunde ging es zum nächsten Projekt. Wir fuhren durch ein paar Städte und konnten eine Demonstration beobachten. Gegen siebzehn Uhr waren wir in der Organisation "Pruschi", wo wir erneut sehr herzlich begrüßt wurden und der dortige Projektleiter uns sein Projekt erläutert hat.
Das Projekt unterstützt die nächste Generation von Bauern, die als Kleinunternehmer Beratung und finanzielle Hilfe benötigen. Gegen 20:30 kamen wir wieder in Sircilla an und dann gab es gleich Abendbrot "Nudel mit Hühnchen" und "Nudel mit Ei", zusätzlich bekam jeder ein Toast mit einem sehr scharfen Aufstrich (Masala). Bei unserer Auswertungsrunde fiel der Strom zum dritten Mal aus und wir saßen dann im Kerzenschein am Tisch, was sehr gemütlich war. Jetzt sitzen wir wieder bei Licht am Tisch, spielen, lesen, oder schreiben ein paar Zeilen in unser Indien-Tagebuch.
Der heutige Tag war sehr aufregend und spannend. Ich bin gespannt, was uns der morgige Tag für Überraschungen bereithält.
Gute Nacht, bis Morgen
Anne
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