Der Verein (indische Rechtsform: Trust) wurde Mitte der 80er Jahre von dem
inzwischen verstorbenen Manihara alias Matthew Norton gemeinsam mit seiner
Ehefrau Bhakti aus der Taufe gehoben, um Straßenkindern zu helfen.
Sie ist Lehrerin aus Pune (vier Fahrtstunden von Mumbai/Bombay) entfernt,
er war gebürtiger Brite, der in seiner Jugend selbst in Amsterdam auf der Straße
gewohnt und später eine bescheidene Karriere in Hollywood gemacht hat.
Nach dem Start der Arbeit in Pune zog das Paar 1989 mit dem Projekt
auf Einladung des damaligen Bürgermeisters nach Vijayawada um.
Dort läuft die Arbeit in drei Teilbereichen: Der Shelter („Zuflucht“) ist erste
Anlaufstelle, wo die Straßenkinder Ansprechpartner und Hilfe bei Problemen finden.
Sie werden registriert – SKCV hat eine der umfangreichsten Datenbanken
zum Thema in ganz Indien – unter anderem auch, um womöglich die Familien
ausfindig machen zu können.
ausfindig machen zu können.
Wer drei Monate regelmäßig im Shelter war, hat die Möglichkeit, dauerhaft ins Kinderdorf
am Ufer des Krishna-Flusses zu wechseln. Etwa 200 Jungen werden dort betreut, leben in Gemeinschaftshäusern zusammen und besuchen die auf dem Gelände befindliche, 2006
anstelle des Vorgängerbaus mit deutscher Hilfe neu errichtete Schule „Haus Altlandsberg“,
an deren Bau damals auch eine Jugendgruppe teilnahm.
Das ebenfalls seit etlichen Jahren bestehende Girls Centre ist Ende 2007
aus beengten Räumen in der Innenstadt in ein neugebautes Domizil etwa
20 Kilometer außerhalb von Vijayawada umgezogen. Dort leben derzeit
etwa 60-70 Mädchen dauerhaft, Kapazität ist mindestens für 100 Kinder.
täglich in allen drei Einrichtungen etwa 350 Kinder vor allem mit Essen
versorgt werden. Es gilt, die Gehälter von Betreuungspersonal (Sozialarbeiter,
Lehrerinnen, sonstige Hilfskräfte) zu bezahlen. In der Krankenstation des
Shelters werden mit bescheidenen Mitteln Hilfsangebote bei medizinischen
Problemen geboten. Zwar ist SKCV kreativ dabei, im begrenzten Umfang
auch eigene Einnahmen zu erzielen, sichert die Arbeit aber in der Masse
allein über Projektzuschüsse und vor allem Spenden.
