Hintergrund der Reise


VIYAYAWADA
VIJAYAWADA




































Träger des Vorhabens sind die Gesellschaft für solidarische 
Entwicklungszusammenarbeit e. V. (GSE) sowie der 
Förderverein des Lions Club Altlandsberg. 

Die dreiwöchige Reise von Ende September 
bis Mitte Oktober hat einen stationären Mittelpunkt 
im Großraum der südostindischen Stadt Vijayawada
Die Regionalmetropole Hyderabad, die ländliche 
Textilstadt Sircilladas moderne Zentrum der 
IT-Branche Bangalore und Mumbai sind 
weitere Reisestationen. 

In Vijayawada werden die Jugendlichen etwa eine Woche lang 
auch mit Workcampcharakter an einem Bauprojekt teilnehmen, 
möglicherweise an der Erweiterung einer Slumschule, zu der 
seit 2006 Kontakte bestehen, sofern dort rechtzeitig Baustart ist.

Neben generellen Einblicken in die Lebenswirklichkeit der Menschen, 
Problemen sowie Chancen/Innovationen eines Entwicklungslandes am 
vielschichtigen Beispiel Indiens wird thematisch auf Frauen- und Kinderrechte, 
zivilgesellschaftliches Engagement, multikulturelle/-religiose Gesellschaft sowie 
Umweltschutzaspekte und Überbevölkerung/Landflucht/Slums besondere Schwerpunkte. 
Seit März absolviert die Gruppe insgesamt vier Seminarwochenenden zur Vorbereitung.

Hintergrund / Vorgeschichte: 

Seit nunmehr zehn Jahren besteht eine vielgestaltige Partnerschaft zwischen 
verschiedenen Beteiligten in Ostbrandenburg und der Region Vijayawada 
im Südosten Indiens. 
2000 half  eine Jugendgruppe (damals gefördert über das Europaministerium) 
beim Aufbau eines multifunktionalen Frauenzentrums in einem Armenviertel 
der Stadt, 2006 eine Gruppe Jugendlicher im Rahmen der damaligen 
Tsunamihilfe beim Neubau der Schule im Jungendorf des 
Straßenkinderhilfevereins SKCV
Eine weitere Gruppe mit 13 jugendlichen Teilnehmern, darunter 
zwei Schüler_innen vom Berliner Siemens-Gymnasium, zwei 
von der Lise-Meitner-Oberschule Strausberg und dreien vom 
Oberstufenzentrum MOL, wirkte im Herbst 2009 auf der Baustelle 
eines Shelters (Hochwasserschutzbau mit Zwischennutzung als Dorfschule) 
und beim Beräumen des SKCV-Jungendorfes von Flutfolgen mit. 

Außerdem gab es zwei Bildungs- und Begegnungsreisen 
für erwachsene Multiplikatoren, vornehmlich Lehrer, 
im Herbst 2004 und über den Jahreswechsel 2007/08.

Neben den unmittelbaren Begegnungen zwischen Menschen aus beiden Ländern 
haben verschiedene Akteure des Netzwerkes (GSE, RAA Brandenburg, 
Solidaritätsdienst-international SODI, Lions Altlandsberg) in wechselnden 
Kombinationen konkrete Hilfe geleistet. 
Außerdem dem schon erwähnten Frauenzentrum entstand in Vijayawada 
eine neue Schule im SKCV-Jungendorf, in der angrenzenden Küstenregion 
(ehemaliges Tsunami-Gebiet) wurden mehrere Shelter (als Dorfschulen 
zwischengenutzte Hochwasserschutzbauten) sowie etwa 200 Wohnhäuser 
für Familien errichtet. 
In einem anderen Gebiet des Unionsstaates Andhra Pradesh hat die GSE 
zudem seit ihrer Gründung 1990 gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation 
diverse Projekte realisiert, darunter Wasserversorgung, Schulbauten, Regenwassersammlung.

Bereits beim ersten Projekt im Jahr 2000 haben die Lions Clubs Altlandsberg und Strausberg 
gemeinsam finanzielle Unterstützung geleistet. Die Altlandsberger Lions waren auch bei den 
Jugendprojekten 2006 und 2009 gerade hinsichtlich der finanziellen Absicherung federführend 
mit dabei, engagieren sich auch diesmal wieder mit einem Zuschuss von 2000 Euro 
zur Basisfinanzierung. 

Von den neun Teilnehmern der aktuellen Gruppe besuchen drei das 
Oberstufenzentrum MOL in Strausberg, ein Mädchen, das derzeit 
noch auf das Grünheider Gymnasium geht, wird zum nächsten 
Schuljahr ans OSZ wechseln. Eine Teilnehmerin kommt vom 
Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg, eine vom Berliner 
Siemens-Gymnasium, zwei junge Frauen sind über das 
Jugendrotkreuz Altlandsberg dazugestoßen. 
Ein Teilnehmer, aus Altlandsberg stammend, studiert in Cottbus. 
Festigung und Ausbau bestehender Kontakte und Hilfs-Netzwerke 
liegt den Organisatoren besonders am Herzen. Das betrifft sowohl 
das OSZ MOL, das mit seiner Benefizgala alle zwei Jahre mit dem 
Erlös Projekte in Indien unterstützt, das Siemens-Gymnasium, wo 
es ähnliches Engagement gibt, und auch das JRK Altlandsberg, 
in dessen Gruppen ebenfalls Aktivitäten stattfinden. 

Die Organisatoren:

Ravindra Gujjula, 
Initiator und Koordinator, ist als indischstämmiger Arzt, Kommunalpolitiker 
und zivilgesellschaftlich vielseitig Engagierter weit über seine Heimatstadt 
Altlandsberg hinaus im Land bekannt.

Thomas Berger, 
Projektleiter, ist freier Journalist mit Spezialisierung auf Süd-/Südostasien 
und Entwicklungspolitik und ehrenamtlich Vorsitzender der GSE. 
Als personelle Konstante hat er sämtliche bisherigen Projekte federführend 
mit geleitet. Nicht nur aus beruflicher Perspektive verfügt er aus 15 Jahren 
regelmäßiger Indien-Aufenthalte über umfassende Landeskenntnis.

Marcella Dubiel, 
Co-Leiterin, hat zusammen mit Thomas Berger bereits die vergangene 
Jugendreise im Herbst 2009 geleitet. Durch einen halbjährigen Einsatz 
als Freiwillige im Straßenkinderprojekt SKCV (2007/08) verfügt sie 
insbesondere über exzellente Kenntnisse über bzw. Kontakte im 
Großraum Vijayawada.

Friedo Hehmann, 
Teilnehmer des Projektes 2009, begleitet das Team wegen besonderer 
Herausforderungen der Gruppenstruktur (diverse noch nicht volljährige 
Teilnehmer infolge des verkürzten Abiturs) als Assistent der Projektleitung.