so müsste die Steigerung lauten. Selbst nachts fließt man förmlich weg, da der Ventilator die warme Luft nur verteilt, statt abkühlt. Sandra will bei sich 33 Grad gemessen haben. Bei mir es sogar schon früh auch keineswegs weniger. Treff ist 8:30, bis zum servieren des Frühstücks vergeht noch eine kleine Weile. Wir essen mit den hiesigen Gästen, die offenbar auch wegen der Sonntagsmesse besonders zahlreich sind. Mit 3 Rickshas geht es, schon sehr erprobt im Verfahren, zu Navajeevan, wo wir gleich mit Dorothea(eine Abiturientin aus München) schon am Eingang unten auf die erste der gegenwärtigen Volunteers treffen. Oben im Küchen-/ Speiseraum warten weitere: Jonas kommt aus Köln, ein anderer aus Österreich und Andrej aus Lettland ist offenbar nur zu Besuch. Jonas und die anderen erzählen etwas von ihrer Arbeit und ersten Eindrücken, und beim Rundgang zeige der Gruppe auch das Zimmer, wo ich erst im Januar vor genau 9 Monaten als Gast wohnen durfte. Gemeinsam werfen wir Blick in den Sick Room und unterhalten uns kurz mit einigen College Boys. Auch Ahmos Fuß(die Verletzung vom Volleyball gestern) wird hier nun verbunden samt Tetanusspritze.
Neben den diversen Internetcafés in der Andrha Ratma Road, die wir bevölkern, läuft ein kleiner Gandhi-Gedenkveranstaltung, zu der wir eingeladen werden. Ahmo und ich hatten einen kleinen Redebeitrag, welche Bedeutung dieser große kleine Mann bis heute nicht nur für die Bewohner seiner indischen Heimat hat, wie aktuell 68 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod gerade die Botschaft von Mitmenschlichkeit über alle Schranken hinweg ist. Nur als wir auch noch den Tortenanschnitt "unbedingt" beiwohnen müssen, wird es "a little too much" und damit nervig. Schade, denn mir hatten sehr gefallen, daß auch viele Arme in zerschlissener Kleidung die Stühle unter dem nicht sehr stabilen Zeltdach bevölkerten.
Zu Schneider & Shopping teilten wir uns, treffen wieder am "Crossroads" zusammen, wo wir vor dem wieder sehr leckeren Mahl etwas auf freie Sitzplätze warten müssen. Folglich sind wir auch nicht pünktlich am SKCV-Shelter, wo der Bus mit einigen Boys schon abfahrbereit ist. Am Stadion gibt es großes Gedränge, da Massen von Menschen zu der Großveranstaltung strömen. Wir werden eingangsnah auf eine der Tribünen gelotst - recht gute Sicht auf das Geschehen, das ich mir etwas anders vorgestellt hätte. Reden und Tänze wechseln sich auf der zentral stehenden Bühne ab, von Kameras auf zwei Bildschirm-Leinwände übertragen. Die Aufmerksamkeit gilt aber auch immer wieder den Jungs - nicht nur denen von SKCV, sondern auch einigen anderen, die sich mit zu uns gesellt haben und im Einzelfall sehr fordernd sein können. Als an meiner Kamera zu wild herumgezerrt wird, packe ich sie lieber weg. Nach 1-1,5 Stunden suchen wir regelrecht das Weite, fahren direkt ins Quartier zurück. Während viele sich um Wäsche etc. kümmern, ziehen wir im kleinen Trupp, von dem dann nur noch Sandra, Romy und ich übrig bleiben, zu kleinem Abendbrot und Telefonieren am Bahnhof los. Nach Rückkehr falle ich trotz der Affenhitze in tiegen Schlaf (bei voller Beleuchtung!), kaum daß ich einen Artikel im "Outlook" gelesen hatte, und komme erst morgens zu mir...
Gute Nacht allen Mit-Schwitzenden wünscht Thomas
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