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-Abschied- Abfahrt- Ankunft- Abfahrt
Glücklicherweise endet der Tagebucheintrag für Lesefaule schon hier.
Wer noch Muße hat, möge nun erfahren, wie ereignisreiche
4 Tage im schönen Sircilla endeten.
Was weiterhin geschah versuch` ich möglichst
lebhaft niederzuschreiben.
Der Morgen bescherte uns ein leckeres letztes Frühstück
in Sircilla, bei Sam, dem Pfarrer einer bapstischen Gemeinde.
Hier, wo selbst des Nachts Webstühle einem mit ihren endlos
wiederkehrenden Geräuschen vorgaukeln könnten, dass
entweder ein tosender Wasserfall vor dem Fenster zu
hören ist, oder unaufhörlich prassender Regen fällt.
Frisch gestärkt durften wir Stofffärbern ihrem Werk zuschauen.
Dieses Schauspiel, dass schillernste Farben hervorbringt, ist in
Arbeitsschritte unterteilt. Frisch gewebte Stoffbahnen auf Rollen
werden zu nächst dem Färbeprozessen unterzogen. Die Vorgänge,
die abhängig von Stoffbeschaffenheit und Ausgangsfärbung, viel
harte wie leider auch gefährliche Arbeit verlangt, ist ebenso in
verschiedene Techniken unterteilt. Diese erzeugen mit mal
Säurehaltigem, mal basischen Chemikalien unter Wärme -
Kältebehandlung schillernste Farben. Alle so aufwändig
bearbeiteten Stoffe werden nach den Prozeduren auf
Grünflächen zum Trocken ausgebreitet und bescheren
dem Betrachter einen Reichtum an Farbvielfalt,
welches sich schwer beschreiben lässt.
Nach dieser Farbenfrohen Erfahrung erwartete uns
eine Überraschung, der feierlichen Art. Als wir am
Ort der Festivitäten akommen, verwundert zunächst
der Anblick eines großen Hotelgebäudes.
Drinnen angekommen werden wir Fieberhaft aufgefordert
den Feierlichkeiten bei zu wohnen. Das Paar, dass hier ihre
Verlobung feiert, kam arangiert zu ihrem Schicksal, wie es
in der indischen Kultur Brauch ist. Die zukünftigen Verlobten
kommen aus Dörfern, die Rund 50 km entfernt von, Karimnagar
sind. Das ist der Ort hier, wo wir, seit dem Moment der Ankunft
im Saal, unverweigerlich wechselhaften Gefühlen ausgesetzt sind,
von der Verwunderung bis hin zur Begeisterung.
Was dann kam, lies bisheriges sogar steigern. Extrem grelle
Kameraleuchten seitens der Haus- und Hoffotografen blendete
während der Zeremonie unsere Augen, während ein Geistlicher
mit Gesang in Sanskrit begleitete. Nachdem jeder glücksbringend
dem Paar Blütenblätter auf die Häupter streute, beglückwünschten
wir die frisch Verlobten. Danach genossen wir das beeindruckende
Buffet, was auch vor Süßigkeiten kein Halt machte. Unsere Anwesenheit
gipfelte dann damit, daß ein Großteil der Gruppe zu indischen Klängen
das Tanzbein schwang, sehr zur Verwunderung und Begeisterung der
Verlobungsgesellschaft.
Leider stand uns nach der Rückfahrt zu Sams Gemeinde ein Abschied bevor.
Wir sprachen unseren ausdrücklichen Dank für die schöne erlebte Zeit aus bei
Sam, seiner Frau und den Kindern, John, Sams Bruder und verabschiedeten
uns herzlich.
Durch die Fahrt nach Hyderabad bekamen wir abermals die Möglichkeit,
Indien auf seinen Straßen zu erleben. Nahezu so, als könne man den Weg
in Farben, Formen und Orten messen bis wir unser Ziel erreichen.
Im Hotel angekommen, nach Geldtausch, bezogen wir unsere Zimmer,
wenn auch nur für einen kurzen Schlaf. Die mit Spannung erwartete
Zugfahrt nach Vijayawada, stand uns mit all möglichen Strapazen
aber auch Eindrücken bevor.
Ich sollte nicht ahnen, daß ich meinen dritten Affen in Indien erblicken würde.
Auf Wiedersehen.
Ahmet.




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