Samstag, 8. Oktober 2011

07 / 10 / 2011 - Sandra

Nach einer langen Kinonacht ging es um 7.30 Uhr auf zur morgendlichen Weckrunde. 
Mit etwas Verspätung fuhren wir kurz nach acht los zum Frühstück. 
Am Zielort angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. 
Nach vielen Metern Fußweg ohne Erfolg und kurz vor dem Aufgeben fanden 
wir schließlich einen Straßenhändler, der alles hatte, was wir kannten und gern 
aßen. (Hoffentlich geht das gut.) Dann ging es ab ins Büchergeschäft – doch oh, 
was ist das? Um 9.30 Uhr sollen sie öffnen, jetzt ist es fast zehn und kein Mensch 
ist zu sehen. Plötzlich tat sich eine Tür auf, ein Mann kam heraus und öffnete uns 
die Tür zum Buchladen. Jetzt hatten wir die Qual der Wahl bei einer Riesenmenge 
an Kinderbüchern. Um 10.30 Uhr war dann die Entscheidung gefallen, und wir 
kauften für ca. 6000 Rupien Bücher. Vollbepackt ging es weiter zum Frauenhilfeverein VMM. 
Hier erfuhren wir viel über verschiedene Projekte, die die Rolle der Frau in der Familie stärken 
sollen und vor häuslicher Gewalt schützen. Die Mitarbeiter machen den Frauen Mut und geben 
ihnen die Möglichkeit, sich gegen gewalttätige Männer durchzusetzen. Ziel ihrer Arbeit ist aber 
immer ein gemeinsames Miteinander für ein normales Familienleben. Hierfür arbeitet der Verein 
gemeinsam mit der Polizei, denn auch in Indien ist Gewalt gegen Familienmitglieder strafbar. 
Desweiteren kümmert sich das VMM-Team um Familien, in denen jemand mit dem HIV-Virus 
infiziert ist und die deshalb von der Gesellschaft weitestgehend ausgeschlossen werden. 
Nach diesem interessanten Gespräch ging es wieder zu den Jungs von SKCV, die uns sehr 
freundlich mit einem kleinen Festmahl empfingen. Im Anschluss zeigten sie uns mit viel 
Freude ihr Schulgebäude. Nach den letzten gemeinsamen Streicharbeiten in der Essenshalle 
gab es ein gemeinsames Volleyballspiel, das die SKCV-Jungen klar gewannen. Einige von 
uns verbrachten gemeinsam mit den Jungs das Abendessen und hatten anschließend beim 
gemeinsamen Tanz viel Spaß. Als der Abschied von den Kindern nahte, fiel es schwer zu 
gehen. Denn uns war bewusst, dass es unser letzterer längerer Aufenthalt mit ihnen war. 

Mir werden die Jungen fehlen, denn sie haben uns mit so viel Freude empfangen, wie man 
in Deutschland nur selten willkommen geheißen wird. 
Es war wieder ein spannender, interessanter und sehr informativer Tag. 
Umso mehr freue ich mich jetzt auf mein Bett, um alle Eindrücke verarbeiten zu können.

Sandra


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