Unser letzter Montag in Indien begann für uns im Zug von Vijayawada nach
Bangalore (bzw. Bengaluru). Trotz der zwölf Stunden gestaltete sich diese
Fahrt im vergleich zu unserer sechsstündigen ersten äußerst entspannt, was
nicht zuletzt durch eigene Liegen und die nächtliche Fahrtzeit bedingt war.
Gegen 14 Uhr in Bangalore angekommen, bezogen wir erstaunlich
komfortable Hotelzimmer, die sogar über einen Balkon mit idyllischer
Aussicht auf Betonwände und Müll verfügten. Danach folgte ein echtes
„Zeit-Seeing“ mit Begleitung unseres Freundes Ramesh, der selbst seine
Kindheit bei SKCV verbracht hat und der während des kurzen Aufenthaltes
in der Stadt eine echte Hilfe für uns darstellte. So sahen wir u.a. den Obersten
Gerichtshof des Bundesstaates Karnataka und konnten einen Blick auf einen
geradezu mystischen Park erhaschen. Wobei das eher trübe, dunstige Wetter
sein Übriges zur ungewöhnlichen Atmosphäre dieser Stadt beitrug.
Am Abend folgte der für mich schönste Teil des Tages: Der Besuch in einem
Shiva-Tempel, der für seine gigantische Götterstatue im Mittelpunkt der Anlage
bekannt ist. Außerdem wurde mir die Ehre der einzigen offiziellen Fotoerlaubnis
unserer Gruppe zuteil :D Um zur Statue zu gelangen, mussten wir einen
höhlenartigen Gang mit allerlei skurrilen Darstellungen des Schaffens
Shivas durchschreiten, um danach zumindest einen Zeh der Riesenstatue
berühren und kurz in sich gehen zu können. Am Ende des Tempelbesuches
wurden wir unerwartet Zeugen eines geradezu ätherischen Live-Gesanges
eines Priesters, welcher zumindest mich überraschend tief bewegte.
Beim Hinausgehen kamen wir um das obligatorische Shopping
an den diversen Ständen natürlich nicht herum ;)
Unser Tag endete mit einem Abendessen im fürstlichen Ambiente
eines Restaurants, das Ramesh ausgesucht hatte.
Alles in allem ein kurzer, aber trotzdem ereignisreicher Tag
an der vorletzten Station unserer Reise.
Alles Liebe
Julia/Jule/Forchi
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